Werner Marschall


Jüdischer Friedhof

 

Radierung , 1990, handsigniert

 

(23 x 16 cm)

6/20

 

Preis 280.- Euro mit Rahmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Winterlich mutet das Bild „Jüdischer Friedhof„ an. Hinter einem kahlen Baumstamm, der im linken Vordergrund durch die ganze Bildfläche gelegt ist, sieht man verschiedene Grabsteine und weitere kahle Bäume. Auffällig ist, dass alle Steine eine ähnliche Größe und Form haben und noch immer kerzengerade stehen. Dadurch bekommt das Bild eine fast beklemmende Leblosigkeit, die durch die fehlenden Besucher noch unterstrichen wird. Dieser Friedhof ist ein besonderer Ort der Stille, der in vielfältiger Beziehung zum Nachdenken anregen muss.

 


 

 

 

Winterlandschaft

 

Radierung 1985, handsigniert

 

(Bild 19,5 x 30 cm; Blatt 38 x 52 cm)

15/27

190.- Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die idyllische Landschaftsdarstellung bedient sich traditioneller Mittel um Spannung und Bildtiefe zu erzeugen. Von einer Baumgruppe im linken Vordergrund führt ein mäandernder Bach den Blick in die Tiefe. Im Hintergrund sieht man sanfte Hügel, die im wolkenverhangenen Himmel verschwinden. Dort entdeckt man auch einige Häuser. In wieweit der Künstler nur eine Stimmung festhalten wollte oder metaphorische Aussagen beabsichtigt hat, bleibt offen.

 

 

 


 Der 1935 geborene Künstler ist vor allem als Architekt, Redakteur und Kunsthistoriker bekannt geworden. Nach seinem Architekturstudium arbeitete und lehrte er als Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Baukunst, Denkmalpflege und Sakralbau der Technischen Universität in München. Von 1974 bis 1990 war er Chefredakteur der Kunstzeitschrift "tendenzen", danach, bis 1996, Redakteur der Architekturzeitschrift "Baumeister". Beachtenswert ist auch sein Werk als Zeichner und Maler. Er lebte von 1939 bis zu seinem Tod im Jahr 1999 in München.