Niaz Naseri (* 1988)


Niaz Naseri kam 2016 als Flüchtling nach Deutschland. Aus seiner Heimatstadt, der westafghani-schen Kunstmetropole Herat, brachte der gelernte Grafiker kaum mehr als die Erinnerung an die reiche Kultur seines Landes mit, die er – neben anderen Motiven – in seiner eigenen künstlerischen Arbeit wieder aufleben lässt.

Schon bald nach Anerkennung seines Asylantrags ließ er sich zum 
Krankenpfleger ausbilden und arbeitete u.a. auf der Intensivsta-tion der Berliner Charité, sowie am Deutschen Herzzentrum in München. Seit 2018 steht er daneben in Kontakt mit der Interkulturellen Stiftung KOLIBRI, die ihn beim Start in seine inzwischen bereits beachtliche Künstlerkarriere unterstützen konnte.

 

"Ich möchte mit meinen Händen den Staub und die Asche des Krieges wegwischen und die schöne Seite unserer Kunst präsentieren.“ 
Das ist das Motto zu seinen Arbeiten, die durch orientalische Ornamentik und Formensprache ebenso wie die Verwendung von kalligrafischen Elementen bestechen. Sie zeigen eine Welt voller Hoffnung und Schönheit und trotzen in ihren prächtigen Farben und Formen der Erinnerung an Krieg und Gewalt. 

Neben traditionellen Motiven entwickelte er in jüngerer Zeit auch eine Serie „Aquatic life“. 

 

Transience (Vergänglichkeit), 3 x 80 x 120 cm, acrylic on canavas 9700 Euro
Transience (Vergänglichkeit), 3 x 80 x 120 cm, acrylic on canavas 9700 Euro

Weitere Informationen und Bilder sind in diesem Buch zu finden und unter www.afghanart.de