Horst Antes (* 1936)

Horst Antes gehört zu den bekanntesten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Besonders berühmt wurde er seit den 1960er Jahren durch seine sogenannten „Kopffüßler“ – eigenartige Figuren mit riesigem Kopf und verkürztem Körper, bei denen Kopf und Füße fast direkt ineinander übergehen. Diese Figuren wurden zu seinem Markenzeichen und machten ihn international bekannt. 
Kunsthistorisch gilt Antes als einer der wichtigen Vertreter der „Neuen Figuration“ in Deutschland. Während viele Künstler der Nachkriegszeit abstrakt arbeiteten, kehrte er früh wieder zur menschlichen Figur zurück – allerdings in einer sehr eigenen, archaischen und symbolischen Form. Inspirationen kamen unter anderem von afrikanischer Kunst und den Kachina-Figuren nordamerikanischer Pueblo-Indianer. 
Sein Rang zeigt sich auch daran, dass er mehrfach auf der documenta vertreten war (1964, 1968 und 1977) und Professor an der Kunstakademie Karlsruhe wurde. Werke von ihm befinden sich in bedeutenden Museen wie dem Museum Ludwig oder der Berliner Nationalgalerie.

 

Horst Antes – Kopffüßler mit Vogel

Das Blatt zeigt eine der charakteristischen „Kopffüßler“-Figuren, für die Horst Antes international bekannt wurde. Die archaisch anmutende Gestalt hält einen Vogel in den Armen. Die reduzierte, feinlinige Darstellung verbindet Mensch, Tier und Symbol zu einer poetischen Bildwelt zwischen Mythos und Moderne.

  • Technik: Originalradierung
  • Auflage: 48/70 (handschriftlich nummeriert)
  • Signatur: rechts unten handsigniert
  • Blattgröße: ca. 34 × 26 cm
  • Entstehung: vermutlich 1960er/1970er Jahre

Kunsthistorische Einordnung

Die Figur des Kopffüßlers wurde seit den frühen 1960er Jahren zum zentralen Motiv im Werk von Horst Antes. Sie steht für eine elementare, archetypische Darstellung des Menschen und gehört zu den wichtigsten Bildfindungen der deutschen Nachkriegskunst.

 

Preis incl. Passepartout: 450 Euro